Blitzstatistik

Polarität des Blitzstromes

Entsprechend der Polarität der Ladung, die im Zuge eines Blitzschlages von der Wolke zur Erde abgeführt wird, unterscheidet man zwischen positiven und negativen Blitzen. Optisch sind diese beiden Entladungstypen nicht zu unterscheiden.

Bei Sommergewittern ist üblicherweise nur ein relativ geringer Anteil an positiven Entladungen zu beobachten. Je nach Gewitter werden zwischen 5 % und 10 % pos. Blitze beobachtet. Hingegen haben einzelne Wintergewitter einen Anteil an positiven Entladungen von über 50%. Dieser Trend ist auch aus der mittleren Polaritätsverteilung der Jahre 1992-2001 erkennbar. Der Anteil positiver Blitze liegt in den Sommermonaten Mai bis August um die 10%.

Seit 1997 ist der prozentuelle Anteil der positiven Blitze kontinuierlich angestiegen. Der Grund dafür ist die Integration von ALDIS in das europäische Netzwerk EUCLID. Durch die Integration wurde die Detection Efficiency in Österreich erhöht, gleichzeitig stieg damit aber auch die Anzahl der fälschlicherweise als positive Blitze detektierten Wolke-Wolke Entladungen. Da Wolke-Wolke Blitze normalerweise eher kleine Amplitude aufweisen, werden in mehreren in der Literatur publizierten Statistiken nur positive Blitze mit Amplituden größer 10 kA berücksichtigt. Auch bei Eliminierung der pos. Blitze mit Amplituden kleiner 10 kA steigt in Österreich der Anteil der positiven Blitze seit 1997 an.


 
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