| Anzahl
der Folgeblitze (Teilblitze)
Bei ca. 50 % aller Blitzschläge zur Erde folgen im Kanal
des so genannten Erstblitzes ein oder mehrere Folgeblitze
nach und treffen in der Regel auf denselben Einschlagspunkt.
Der zeitliche Abstand der Teilblitze reicht von nur wenigen
Millisekunden (ms) bis zu einigen 100 ms. Blitzschläge
mit bis zu 40 Teilblitzen und mehr können eine Gesamtdauer
von mehr als 1 Sekunde erreichen. Blitze mit einer großen
Anzahl von Teilblitzen sind am deutlichen "Flackern"
des Blitzkanals auch mit freiem Auge erkennbar.
Das
Blitzortungssystem lokalisiert jeden einzelnen Teilblitz und
gruppiert diese dann auf Basis eines Zeitkriteriums (alle
Strokes innerhalb 1,5 Sekunden) und eines Ortskriteriums (innerhalb
von 10km) zu einem "Flash" (Gesamtblitz) zusammen.
Ungefähr
jeder zweite negative Blitz (d.h. ca. 50% aller Blitze) hatte
mindestens einen Folgeblitz. Der bisher mit den meisten Folgeblitzen
geortete Blitz hatte 32 Teilblitze und wurde im Jahr 2003
detektiert. Dieser Blitz hat in einen Sendemast eingeschlagen
und war daher mit großer Wahrscheinlichkeit ein Aufwärtsblitz,
welche oft eine sehr hohe Anzahl von Folgeblitze aufweisen.
Bei einem Vergleich der mittleren Anzahlen negativer Teilblitze
der Jahre 1998 bis 2001 zeigt sich, dass der Jahresmittelwert
stetig abnimmt. Dieser Effekt ist vermutlich durch die Integration
des ALDIS Systems in das europäische Blitzortungssystem EUCLID bedingt.
Positive
Blitze zeichnen sich neben den höheren Amplituden
auch durch eine vergleichsweise geringe durchschnittliche
Anzahl von Teilblitzen aus, wie aus der obigen Abbildung erkennbar
ist. Im Vergleich zu den negativen Entladungen (bisher geortetes
Maximum sind 32 Teilblitze) wurden nur sehr vereinzelt positive
Blitze mit mehr als 7 Teilblitzen registriert. Mehr als 90%
aller positiven Blitze waren Einzelentladungen.
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