Abb.
1: Aufstellungsorte der Blitzortungssensoren in Österreich
Die verwendeten Sensoren haben einen mittleren Empfangsbereich von ca. 400 km. Aufgrund der hohen Dichte der Messstellen von ALDIS ergibt sich eine hohe Redundanz bei der Erfassung der Entladungen innerhalb Österreichs. Das heißt, ein großer Teil der Blitze wird von vier oder mehr Sensoren registriert. Dadurch wird auch eine hohe Ortungsgenauigkeit von durchschnittlich einigen 100 Metern erreicht. Durch die hohe Redundanz kann auch ein kurzzeitiger Ausfall einer einzelnen Messstelle durch Empfangsfehler oder durch Fehler bei der Datenübertragung weitestgehend ohne jeden Qualitätsverlust kompensiert werden.
Die Weiterverarbeitung der Blitzdaten erfolgt auf UNIX-Workstations mit Hilfe des Softwarepaketes CATS (Computer Aided Thunderstorm Surveillance System), welches von der Betreiberfirma des französischen Blitzortungssystem METEORAGE speziell für diese Zwecke entwickelt wurde.
Mit CATS erfolgt eine laufende Archivierung aller Blitzdaten in einer großen Datenbank. Dies ermöglicht eine vergleichsweise einfache Analyse des doch recht umfangreichen Datenmateriales auch über Betrachtungszeitäume von mehreren Jahren.
Neben der laufenden Datenarchivierung dienen diese Workstations auch als Server für alle ALDIS online-Benutzer. Die online-Darstellung und damit die aktuelle Gewitterbeobachtung beim Benutzer erfolgt auf einem einfachen PC, der über eine Datenleitung mit dem Server direkt verbunden ist.