Netzwerk

Das österreichische Netzwerk

Die Sensoren des österreichischen Blitzortungssystems ALDIS wurden 2006 komplett erneuert. Zur Ortung der Blitzentladungen werden seither die sogenannten LS7000 Sensoren der Fa. VAISALA eingesetzt. Diese Sensoren sind in Ihrer grundsätzlichen Funktion mit den bisher verwendeten IMPACT Sensoren vergleichbar. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die LS7000 Sensoren vollständig auf digitaler Signalverarbeitung basieren und dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Das ALDIS Netzwerk besteht aus acht LS7000 Sensoren, deren Standorte aus Abb.1 ersichtlich sind. Die Datenübertragung von den einzelnen Messstellen zum zentralen Lightning Prozessor erfolgt über direkte Internetanbindung der Sensoren.

Standort

Abb. 1: Aufstellungsorte der Blitzortungssensoren in Österreich

Die verwendeten Sensoren haben einen mittleren Empfangsbereich von ca. 400 km. Aufgrund der hohen Dichte der Messstellen von ALDIS ergibt sich eine hohe Redundanz bei der Erfassung der Entladungen innerhalb Österreichs. Das heißt, ein großer Teil der Blitze wird von vier oder mehr Sensoren registriert. Dadurch wird auch eine hohe Ortungsgenauigkeit von durchschnittlich einigen 100 Metern erreicht. Durch die hohe Redundanz kann auch ein kurzzeitiger Ausfall einer einzelnen Messstelle durch Empfangsfehler oder durch Fehler bei der Datenübertragung weitestgehend ohne jeden Qualitätsverlust kompensiert werden.

Die Weiterverarbeitung der Blitzdaten erfolgt auf UNIX-Workstations mit Hilfe des Softwarepaketes CATS (Computer Aided Thunderstorm Surveillance System), welches von der Betreiberfirma des französischen Blitzortungssystem METEORAGE speziell für diese Zwecke entwickelt wurde.

Mit CATS erfolgt eine laufende Archivierung aller Blitzdaten in einer großen Datenbank. Dies ermöglicht eine vergleichsweise einfache Analyse des doch recht umfangreichen Datenmateriales auch über Betrachtungszeitäume von mehreren Jahren.

Neben der laufenden Datenarchivierung dienen diese Workstations auch als Server für alle ALDIS online-Benutzer. Die online-Darstellung und damit die aktuelle Gewitterbeobachtung beim Benutzer erfolgt auf einem einfachen PC, der über eine Datenleitung mit dem Server direkt verbunden ist.

 

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