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Blitze und Gewitter
Warum soll man sich bei Gewitter mit geschlossenen Beinen hinhocken?

Wird man im Freien von einem Gewitter überrascht und hat keine Möglichkeit, rechtzeitig einen geschützten Bereich (z.B. Haus, Auto) aufzusuchen, gilt es grundsätzlich zwei Gefahren zu reduzieren.

(1) Hinhocken, damit man nicht über die umgebenden Objekte im Umkreis von einigen zehn Metern hinausragt. Ein Leitblitz, der sich von der Wolke kommend dem Boden nähert, schlägt bevorzugt in das höchste Objekt ein.

(2) Sollte der Blitz in unmittelbarer Umgebung einschlagen, breitet sich der Strom in der Erde in alle Richtungen aus. Die Verteilung des Stromes hängt sehr von der lokalen Bodenleitfähigkeit und natürlich auch von der Stromstärke des Blitzes selbst ab. Durch den Stromfluss im Boden tritt ein sogenannter Spannungstrichter auf. Steht man zufällig mit beiden Beinen so, dass man unterschiedliche Spannungen am Boden abgreift, fließt ein Teil des Blitzstromes über die Füsse bzw. den Körper (siehe Abbildung). Durch diesen Stromfluss kann es zu schlagartigen, unkontrollierten Muskelkontraktionen kommen, die dazu führen, dass betroffene Personen weggeschleudert werden.

Stromfluss über den Menschen auf Grund der Schrittspannung

Je enger die Füsse zusammen am Boden stehen, desto geringer ist die Gefahr, dass gefährliche "Schrittspannungen" abgegriffen werden.

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