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Blitze und Gewitter
Das Sekundenzählen zwischen Blitz und Donner zur Bestimmung der Entfernung
Der Donner breitet sich als Schallwellen mit einer Geschwindigkeit von 330 Meter pro Sekunde aus. Im Vergleich dazu hat Licht eine Geschwindigkeit von 300.000 km/s. Schlägt zum Beispiel ein Blitz in 5 km Entfernung ein, erreicht das Licht praktisch ohne merkbare Verzögerung (genau nach 0,000017 Sekunden) den Beobachter. Der vergleichsweise langsame Donner trifft erst mit ca. 15 Sekunden Verspätung beim 5 km entfernten Beobachter ein.
Daraus wird die bekannte Zählregel abgeleitet: Zähle die Sekunden, die zwischen dem Lichtblitz und dem Donner vergehen. Dividiere diese Zahl durch 3 und das Ergebnis entspricht ungefähr der Entfernung des Blitzes in Kilometer.
Weil die Druckwelle der einzelnen Teile des Blitzkanals mit unterschiedlichen Zeitverzögerungen beim Betrachter ankommen, entsteht das typische, in die Länge gezogene Donnergrollen. Trifft z.B. die bodennahe Druckwelle eines 660 Meter entfernten Blitzes genau nach 2 Sekunden bei einem Beobachter ein, braucht die Druckwelle, die von einem Segment desselben Blitzkanals in 2 km Höhe ausgeht, bereits mehr als 6 Sekunden bis zum Beobachter.
Ein weiterer Grund für das vielfältige Erscheinungsbild des Donners sind die mehr oder weniger vorhandenen Verästelungen des Blitzkanals und die verschiedenen Richtungsänderungen des Kanals. In allen Segmenten entsteht die Druckwelle praktisch gleichzeitig, der Weg bis zum Beobachter und damit die Laufzeit der Druckwelle kann aber sehr unterschiedlich sein.
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