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Blitze und Gewitter
Welche Arten von Blitzen gibt es?
Blitze werden nach mehreren Kriterien unterschieden:
- Wolke-Wolke Blitze und Wolke-Erde Blitze
Durchschnittlich geht nur ca. 1/3 aller Blitzentladungen zur Erde. Die Mehrzahl der Blitze findet innerhalb der Wolke statt (Intra-Cloud Lightning) oder geht von einer Gewitterwolke zur nächsten (Inter-Cloud Lightning)
- Abwärts- und Aufwärts Blitze (zur und von der Erde)
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Die sichtbare Blitzentladung (Return Stroke) wird durch einen sogenannten Leitblitz (Leader) vorbereitet. Bei fast allen Blitzen startet der Leitblitz in der Wolke und wächst in Ruckstufen von 50 - 200 m in Richtung Erde vor (Abwärtsblitz). Zu erkennen sind diese Blitze an den nach unten gerichteten Verästelungen.
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In Sonderfällen (z.B. hohe Türme auf Bergen) startet der Leitblitz an der Turmspitze und wächst aufwärts in die Gewitterwolke hinein (Aufwärtsblitz) - auf Bildern erkennbar an den nach oben gerichteten Verästelungen.
- Positive und negative Blitze
Von einem positiven Blitz spricht man, wenn pos. Ladung aus der Wolke zur Erde abtransportiert wird, was bei ca. 10% der Blitze der Fall ist. 90% der Wolke-Erde Blitze transportieren negative Ladung zur Erde ab. Der Anteil an pos. Blitzen ist in der kalten Jahreszeit höher als im Hochsommer. Optisch sind diese beiden Blitztypen nicht zu unterscheiden.
- Sprites, Jets, Elves
Bei diesen erst in den letzten Jahren entdeckten "Blitzen" handelt es sich um verschiedene elektrische Entladungserscheinungen von der Gewitterwolke in Richtung Ionosphäre. Diese Erscheinungen wurden erstmals von der Besatzung eines Space-Shuttle Fluges beobachtet und dokumentiert. Eine Reihe von Experimenten in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass diese Entladungsformen häufig gemeinsam mit stromstarken positiven Blitzen zur Erde auftreten.
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